


Jacqueline Kohler
Erfahrung lässt sich nicht in eine Schublade stecken
Seit über 20 Jahren begleiten mich Hunde und ihre Menschen beruflich – und mit den Jahren ist aus einzelnen Tätigkeitsbereichen etwas entstanden, das für mich längst zusammengehört.
Ich arbeite mit Menschen und ihren Hunden, begleite Tiere als Tiertherapeutin und Ernährungsberaterin und betreue Katzen in ihrem eigenen Zuhause.
Was auf den ersten Blick nach drei verschiedenen Bereichen aussieht, hat für mich eine gemeinsame Grundlage:
Hinschauen. Wahrnehmen. Zusammenhänge verstehen.
Ich habe im Laufe meiner Arbeit gelernt, mich nicht mit der erstbesten Erklärung zufriedenzugeben.
Ein auffälliges Verhalten ist nicht einfach nur ein Verhalten,
das wegtrainiert werden muss.
Ein körperliches Symptom ist nicht automatisch ein Problem,
das lediglich zum Verschwinden gebracht werden soll.
Und gute Tierbetreuung bedeutet für mich mehr, als Futter hinzustellen und ein Katzenklo zu reinigen.
Mich interessiert das Tier als Individuum und im Zusammenhang mit seinem Leben.
Erfahrung verändert den Blick
Vieles von dem, wie ich heute arbeite, habe ich nicht nur in Ausbildungen gelernt.
Meine wichtigsten Lehrer waren und sind die Tiere selbst.
Hunde, bei denen vermeintlich bewährte Wege nicht funktionierten. Tiere, die mich gezwungen haben, genauer hinzusehen, umzudenken und meine eigenen Überzeugungen immer wieder zu überprüfen.
Dazu kommen viele Jahre praktische Erfahrung mit unterschiedlichsten Menschen und Tieren – und die Erkenntnis, dass eine Methode niemals wichtiger sein darf als das Lebewesen, das gerade vor mir steht.
Deshalb arbeite ich heute nicht nach Schema F.
Ich beobachte. Ich hinterfrage.
Ich verbinde Wissen mit Erfahrung – und ich nehme ernst,
was mir ein Tier zeigt.
Drei Bereiche. Eine Haltung.
Ob Mensch-Hund-Beziehung, Tiergesundheit oder Katzenbetreuung:
Für mich beginnt gute Arbeit dort, wo wir aufhören, vorschnell etwas machen zu wollen – und anfangen zu verstehen, womit wir es tatsächlich zu tun haben.
Daraus ist Pfoten-Kompetenz entstanden.
Als gemeinsames Dach für meine Arbeit mit Mensch und Tier.